Training darf nicht mit dem Kopf durch die Wand gehen
Viele Läufer:innen – besonders Einsteiger*innen oder Wiedereinsteiger*innen – glauben, dass Training nur dann etwas bringt, wenn man sich richtig quält. Der Plan wird zum Gesetz, jede Einheit „muss“ absolviert werden – egal ob der Alltag gerade Kopf steht, die Knie zwicken oder der Stress im Job überquillt. Doch genau das ist der falsche Weg.
Training passt sich dem Leben an – nicht umgekehrt
Ein Trainingsplan ist eine Orientierung, kein starres Korsett. Wer versucht, den Alltag in den Plan zu pressen, erzeugt zusätzlichen Druck. Schnell kommt das Gefühl auf, hinterherzuhinken oder zu „versagen“, wenn eine Einheit ausfällt. Das macht weder glücklich noch gesund.
Viel sinnvoller ist es, den Plan flexibel an den Alltag anzupassen. Mal ist es ein kürzerer Lauf nach einem langen Arbeitstag, mal ein Spaziergang statt Intervalltraining. So bleibst du in Bewegung, ohne dich zu überfordern.
Die Folgen von „durch die Wand laufen“
Wer Training erzwingen will, riskiert:
- Stress: Statt Ausgleich wird Sport zur Belastung.
- Verletzungen: Überlastung führt schnell zu Knie-, Rücken- oder Achillessehnenproblemen.
- Demotivation: Wenn die Freude verloren geht, ist das Durchhalten fast unmöglich.
Dein Weg: Freude statt Druck
Gerade für Menschen, die Beruf, Familie und Alltag unter einen Hut bringen müssen, ist ein flexibler Ansatz der Schlüssel. Training darf fordern, aber es soll Energie geben – nicht rauben. Kleine, erreichbare Schritte, die sich gut in den Alltag einfügen, bringen dich langfristig weiter als jedes „Muss“.
Denn am Ende zählt nicht der perfekte Plan, sondern dass du dich regelmäßig und mit Freude bewegst.

